ICE MagazinBodyforming · 16. Oktober 2026

Cellulite und Orangenhaut: Was kann man dagegen tun?

Cellulite betrifft die meisten Frauen – unabhängig von Figur oder Fitness. Was hinter Orangenhaut steckt, welche Behandlungen möglich sind und wo ihre Grenzen liegen.

Cellulite und Orangenhaut: Was kann man wirklich dagegen tun?

Sie ist völlig normal und trotzdem für viele Frauen ein ästhetisches Thema: Cellulite, häufig auch als Orangenhaut bezeichnet. Typisch sind kleine Dellen und Unebenheiten der Haut, vor allem an Oberschenkeln, Gesäß und Hüften.

Dabei hat Cellulite zunächst einmal wenig damit zu tun, ob jemand schlank, sportlich oder übergewichtig ist. Ein sehr großer Teil der Frauen entwickelt nach der Pubertät zumindest teilweise die typischen Veränderungen der Hautoberfläche.

Die eine Behandlung, mit der Cellulite bei jedem Menschen vollständig verschwindet, gibt es bis heute nicht. Wir verstehen inzwischen jedoch deutlich besser, wie Cellulite entsteht – und es stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, ihr Erscheinungsbild zu verbessern.

Warum entsteht Cellulite?

Cellulite ist mehr als nur „zu viel Fett“.

Unter der Haut befinden sich Fettläppchen und Bindegewebsstrukturen, die das Gewebe miteinander verbinden. Bei Frauen verlaufen diese Strukturen anders als bei Männern. Ziehen einzelne Bindegewebsstränge die Haut nach unten, während das umliegende Gewebe nach außen drückt, können die typischen Dellen entstehen.

Hinzu kommen weitere Faktoren wie Hautdicke, Bindegewebsqualität, Hormone, genetische Veranlagung und Veränderungen der Mikrozirkulation.

Das erklärt auch, warum zwei Frauen mit einer ähnlichen Figur eine völlig unterschiedlich ausgeprägte Cellulite haben können – und warum eine reine Fettreduktion die Orangenhaut nicht automatisch verschwinden lässt.

Welche Stufen von Cellulite gibt es?

Cellulite kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Eine klassische Einteilung unterscheidet vier Stadien.

Grad 0:
Die Haut erscheint glatt. Auch beim Zusammendrücken zeigen sich keine typischen Dellen.

Grad I:
Im normalen Zustand wirkt die Haut glatt. Erst beim Zusammendrücken wird die typische Orangenhaut sichtbar.

Grad II:
Die Dellen sind bereits im Stehen sichtbar, im Liegen jedoch deutlich weniger oder gar nicht.

Grad III:
Die Unebenheiten und Dellen sind sowohl im Stehen als auch im Liegen sichtbar und stärker ausgeprägt.

In der medizinischen Beurteilung können zusätzlich weitere Faktoren berücksichtigt werden – beispielsweise Anzahl und Tiefe der Dellen, die Beschaffenheit der Hautoberfläche oder eine gleichzeitig vorhandene Hauterschlaffung.

Denn nicht jede Cellulite sieht gleich aus und nicht jede Ausgangssituation benötigt dieselbe Behandlung.

Kann man Cellulite durch Sport und Ernährung reduzieren?

Bewegung, Krafttraining und eine ausgewogene Ernährung sind grundsätzlich sinnvoll und können die Körperkomposition und den Muskeltonus positiv beeinflussen. Mehr Muskulatur kann beispielsweise dazu beitragen, dass bestimmte Körperregionen straffer wirken.

Cellulite lässt sich damit jedoch nicht einfach „wegtrainieren“.

Auch sehr sportliche und schlanke Frauen können eine deutlich sichtbare Orangenhaut haben. Das liegt daran, dass nicht allein die Menge des Fettgewebes entscheidend ist, sondern insbesondere die individuelle Struktur von Haut, Unterhaut und Bindegewebe.

Ähnliches gilt für Cremes und kosmetische Produkte. Sie können die Haut pflegen und ihr Erscheinungsbild vorübergehend verbessern. Eine stärker ausgeprägte Cellulite lässt sich mit einer Creme allein jedoch normalerweise nicht grundlegend verändern.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Da verschiedene Faktoren an der Entstehung von Cellulite beteiligt sind, gibt es mittlerweile auch unterschiedliche Behandlungsansätze.

Dazu gehören beispielsweise Radiofrequenzbehandlungen, mechanische Massagen, akustische beziehungsweise Stoßwellenverfahren, Laser- und Lichttechnologien sowie Ultraschall.

Bei ausgeprägten und tiefen Dellen können auch sogenannte Subzisionsverfahren eingesetzt werden. Dabei werden straffe Bindegewebsstrukturen unter der Haut gezielt gelöst. Diese Verfahren setzen damit direkt an einem der strukturellen Faktoren der Cellulite an, sind allerdings invasiver als rein apparative Behandlungen.

Je nach Ausgangssituation kann auch die Kombination unterschiedlicher Verfahren sinnvoll sein.

Deshalb geht es heute zunehmend weniger um die Frage nach der einen „besten Behandlung“, sondern darum, welche Strukturen für die sichtbaren Veränderungen verantwortlich sind und welche Methode dazu passt.

Eine neue Behandlungsmethode aus Frankreich: CELLUTION®

Ein neuer Ansatz zur Behandlung von Cellulite wurde in Frankreich entwickelt. Der Medizintechnikhersteller DELEOhat mit CELLUTION® ein nicht-invasives System entwickelt, das mehrere Technologien innerhalb einer Behandlung kombiniert.

Dabei kommen fokussierte Dioden, eine mechanische Palper-Rouler-Massage mit Unterdruck, dermokosmetische Wirkstoffe und Vibrationswellen zum Einsatz.

Die Idee dahinter: Da Cellulite nicht nur eine einzige Ursache hat, sollen auch unterschiedliche Gewebestrukturen angesprochen werden. Wärme, mechanische Massage und Vibrationswellen werden deshalb miteinander kombiniert.

Wie läuft die Behandlung ab?

Die Behandlung erfolgt von außen über die Haut und ist nicht operativ. Je nach Körperregion dauert eine Sitzung in der Regel etwa 20 bis 30 Minuten.

Meist werden mehrere Sitzungen empfohlen. Wie viele Behandlungen sinnvoll sind, hängt von der Ausprägung der Cellulite und der individuellen Ausgangssituation ab.

Was zeigen die bisherigen Untersuchungen?

Für CELLUTION® liegen erste Anwendungsdaten aus Frankreich vor. In einer retrospektiven Multicenter-Auswertung wurden 53 Frauen nach mehreren Behandlungen untersucht.

Dabei zeigte sich im Durchschnitt eine Verbesserung des gemessenen Cellulite-Schweregrades. Auch leichte Veränderungen der Körperumfänge wurden dokumentiert.

Diese Ergebnisse sind interessant, müssen aber realistisch eingeordnet werden: Es handelt sich bislang nicht um eine große randomisierte Vergleichsstudie, und insbesondere zur langfristigen Haltbarkeit der Ergebnisse fehlen noch Daten.

Eine vollständige oder dauerhafte Entfernung von Cellulite lässt sich deshalb auch mit CELLUTION® nicht versprechen.

Welche Behandlung ist sinnvoll?

Welche Methode am besten passt, hängt davon ab, wodurch das Hautbild hauptsächlich geprägt wird.

Bei leichter Orangenhaut können nicht-invasive Verfahren sinnvoll sein. Bei tiefen, ausgeprägten Dellen können dagegen stärker strukturbezogene oder minimalinvasive Verfahren infrage kommen. Bestehen zusätzlich Hauterschlaffung oder lokale Fettdepots, müssen auch diese Aspekte separat betrachtet werden.

Genau deshalb sollte Cellulite nicht einfach nach dem Motto „ein Gerät für alle“ behandelt werden.

Fazit: Cellulite behandeln – aber realistisch

Cellulite ist keine Krankheit und kein Zeichen dafür, dass jemand zu wenig Sport macht oder sich falsch ernährt.

Wer sich an der typischen Orangenhaut stört, hat heute unterschiedliche Möglichkeiten, ihr Erscheinungsbild zu verbessern.

Mit CELLUTION® kommt eine weitere nicht-invasive Behandlungsmöglichkeit hinzu, die verschiedene Technologien miteinander verbindet. Ob dieses oder ein anderes Verfahren sinnvoll ist, hängt immer von der individuellen Ausgangssituation ab.

Entscheidend ist nicht, möglichst viel zu behandeln – sondern zu verstehen, wodurch die sichtbaren Veränderungen entstehen und welche Methode dazu tatsächlich passt.

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Beratung bleibt persönlich.

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